Untersuchung der Flora und Wasserwirbellosenfauna in Schwandorf

Wasser- und Naturerlebnisraum in der Stadt Schwandorf 

Die Stadt Schwandorf weist mit naturnahen Biotopen wie ausgedehnten Auenwiesen, Auwäldern und Altwässern im Flusssystem der Naab im Natura 2000-Gebiet „Naab unterhalb Schwarzenfeld“ sowie mit verschiedenen urbanen Lebensräumen wie Kleingärten, aufgelassenen Bahnanlagen und einer Sandabbaugrube ein vielfältiges Spektrum an Lebensräumen auf.

Im Auftrag des Bund Naturschutz (Kreisgruppe Schwandorf), gefördert vom Bayerischen Naturschutzfonds aus Mitteln der GlücksSpirale, wurde während der Vegetationsperiode 2016 auf einem Teilgebiet der Stadt Schwandorf eine umfassende floristische Kartierung der Gefäßpflanzen und eine Untersuchung der Wirbellosenfauna in Gewässern durch Dipl.-Biologe Rainer Woschée und  Dipl.-Biologe Oskar Deichner durchgeführt.

Mit dem Vorhaben wurden die naturschutzfachlichen Grundlagen für ein geplantes, mindestens regional bedeutsames Pilotprojekt „Stadtnatur zum Anfassen“ im Bereich der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet.

Als Untersuchungsgebiet wurde ein etwa 5,5 qkm großes Teilgebiet der Stadt Schwandorf festgelegt, das die Naab und ihre Aue südlich der B 85 bis zur Eisenbahnbrücke Krondorf, den Stadtpark, einen Teil der Gleisanlagen, Bereiche des Weinberges samt Friedhof, den Kreuzberg, eine Tongrube sowie verschiedenste Lebensräume im Siedlungsbereich der Stadt umfasst. Es reicht im Osten bis zum Ortsteil Nattermoos.

Die Untersuchung der Flora ergab 556 Gefäßpflanzensippen, darunter beachtliche 36 Arten der Roten Liste Bayerns (6,5%). Die Naab mit ihren Ufersäumen, sowie die Nasswiesen in der Naabaue, die Tongrube und die alten Gleisanlagen in der Stadt erwiesen sich in Hinblick auf das Vorkommen naturschutzrelevanter Pflanzenarten als besonders hochwertig.

Insbesondere die Naab mit ihrer Aue stellt aufgrund ihrer bedeutenden Vorkommen naturschutzrelevanter Arten ein Lebensraumgefüge mit überregionaler Bedeutung dar. Hervorzuheben sind die großen Vorkommen des bayernweit prioritären Froschbisses in der Naab.