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Exkursion auf dem Sagensteig und durchs Lehmholz

Ziel der Exkursion am 22. Mai war der Standort eines der geplanten und umstrittenen Nittenauer Windräder auf dem Schwarzer Berg und anschließend das Lehmholz an der Autobahnausfahrt, in dem die Stadt Teublitz ein Industriegebiet plant.

25.05.2026

Unter der Führung von Isabella Weingärtner ging es für die etwa 20 Teilnehmer erst mal steil bergauf durch lichten Mischwald mit schönen Ausblicken in Richtung des Naabtals. Die erste Station war die Steinklamm, wo das Wasser des Bürgerweihergrabens beeindruckende Felsformationen durchläuft. Leider führt diese wegen der geringen Niederschläge der letzten Wochen kaum Wasser.

Geplante Windradstandorte am Schwarzer Berg naturschutzfachlich ungeeignet
Nach einem weiteren Anstieg auf dem Sagensteig erreichte die Gruppe zunächst das weiße Kreuz und auf dem weiteren Weg die Quelle des Bürgerweihergrabens und schließlich inmitten eines idyllischen Mischwalds den geplanten Windradstandort. Dieses Windrad soll mit einer Höhe von 265 Metern in unmittelbarer Nähe des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets, das beim Dreikreuz beginnt, gebaut werden. Und das, obwohl dort viele Fledermausarten, der Uhu, der Seeadler und der Luchs nachgewiesen wurden. Die Planungen werden aus diesem Grund durch den Bund Naturschutz sehr kritisch gesehen. Insbesondere auch, weil diese Fläche aus Artenschutzgründen gerade frisch aus den Flächen für Windvorranggebiete herausgenommen wurde. Der LBV hat zudem angekündigt, gegen diese Planungen den Klageweg zu beschreiten.

Geplantes Industriegebiet im Lehmholz ein Naturfrevel
Nach einem gemütlichen Picknick beim Dreikreuz ging es abseits der Forstwege durch schattigen Wald und beeindruckende Granitblöcke weiter. Dem Sagensteig folgend erreichte die Gruppe dann das Lehmholz.
Zuerst wurden die riesigen Buchen bei der Namenlosen Quelle bewundert, die in den Moorflächen des Lehmholzes entspringt. Weiter ging es durch einen Wald, den man als gesunden Zukunftswald bezeichnen muss. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten leben dort. Neben der Waldschnepfe, vielen Fledermausarten, Orchideen, seltenen Moosen und Farnen findet man dort auch den Blauen Laufkäfer, der auf der internationalen Roten Liste steht, Waldeidechsen, etliche Waldameisenbauten und den Bergmolch.

Zum Abschluss ging es noch durch das Biotop des Bürgerweihergrabens einschl.  Erlenbruchwald . Sowohl die Namenlose Quelle als auch der Bürgerweihergraben speisen derzeit noch die Eselweiher und auch den Hölloheweiher mit Wasser, das fast Trinkwasserqualität hat.

Weingärtner führte aus, dass die Erschließung des geplanten Gewerbegebiets wohl ein Abenteuer werden wird, auch aus finanzieller Sicht. Während anderswo Moore wieder vernässt werden, müssen für die Planung dieses Industriegebietes Vermoorungen abgetragen werden, das Bürgerweiher-Biotop abgegrenzt werden, die Namenlose Quelle gefasst werden, das Gelände wegen des Höhenunterschieds von 25 Metern terrassiert und aufgrund möglicher Starkregen große Regenrückhaltebecken angelegt werden, die im Fall von Dürren auch Wasser Richtung Eselweiher abgeben sollen. Über die Wasserqualität, die dort dann ankommt, kann man spekulieren. Und die Anbindung der Versorgungsleitungen aus Teublitz unter Bahn- und Autobahn entlang der SAD 1 wird weitere wertvolle Flächen zerstören.

Am Ende waren sich alle einig, dass sowohl die Windradplanungen als auch die Planungen zum Industriegebiet an der Autobahn durch die Stadt Teublitz ein Frevel an der Natur sind.

Einige Teilnehmer schlossen den Ausflug noch in der Höllohe-Gastronomie ab.

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