Fotoausstellung "Tatort Garten - Ödnis oder Oase" abgesagt!

Aufgrund der Coronaproblematik steht der geplante Veranstaltungsort leider nicht zur Verfügung. Auch die geplanten Vorträge lassen sich schwer oder gar nicht verwirklichen. Wir haben uns deshalb entschlossen diese Veranstaltung für dieses Jahr abzusagen und ggf. nächstes Jahr nochmal in Angriff zu nehmen.

Datum
30.10.2020

Ort


Mit der Fotoausstellung "Tatort Garten - Ödnis oder Oase" , die von der BUND-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut konzipiert wurde, möchte die BUND-Naturschutz-Kreisgruppe Schwandorf den Blick des Betrachters schärfen für das, was in neuerer Zeit in seiner Umgebung zum Schaden für die Natur und der ihr innewohnenden Ästhetik geschieht. Gärten in Siedlungsräumen, seien sie zur Straße hin geöffnet oder hinter mannshohen Mauern verborgen, fallen mehr und mehr einer Versteinerung anheim. Ödnis Oase Immer mehr scheint in Vergessenheit zu geraten, dass Hausgrundstücke Teil des ökologischen Systems Landschaft sind. Flora und Fauna in unserer Umgebung rücken immer mehr in den Hintergrund, da wir unser Leben in Innenräumen einrichten und uns außerhalb des Hauses kaum mehr zu Fuß bewegen. Wir leben in einer Zeit des großen Artensterbens: Schmetterlinge, Wildbienen und viele andere Arten werden immer weniger und sterben aus, ohne dass wir davon Notiz nehmen. Mit ihnen verschwindet ein unermesslicher Schatz. Für uns erst unmerklich, später jedoch deutlich spürbar erschwert der Verlust der Arten die Bedingungen für unsere Nahrungsmittelproduktion, z.B. durch vermehrten Schädlingsbefall, durch ausbleibende Bestäubung von Kulturpflanzen und durch eine verminderte Bodenfruchtbarkeit. Und wir tragen dafür die Verantwortung. Triste, leblose Vorplätze und "Gärten" verstärken diesen Abwärtstrend. Wir könnten stattdessen versuchen, auf unserem eigenen Grund und Boden Tieren und Pflanzen einen Platz zu geben, so dass die überleben können, die schon sehr lange vor uns da waren. Es folgen Bilder, auf denen der Ausstellungsbesucher sieht, wie die Natur sich im kleinsten Winkel entfaltet, wenn man sie nur lässt. Es entsteht ganz unverhofft ein Blickfang, der zum Verweilen einlädt. So könnten Siedlungsräume wieder Räume der Begegnung werden, wo Menschen gerne zu Fuß unterwegs sind, sich aufhalten und miteinander ins Gespräch kommen. Diese Erkenntnis soll den Besucher motivieren, wieder mehr Natürlichkeit im Garten zu wagen und zuzulassen.